Independence Day 2017

Unabhängigkeitstag 2017 am Findorffmarkt

Deutsch-Amerikanischer Club feiert mit Stars and Stripes sowie Burgern und Matjes

von Anke Velten, Weidedamm.

Zufällig vorbeilaufende Passantenwunderten sich, Kenner erkannten es sofort am räuchernden Schwenkgrill, ander Fähnchengirlande, am sprachlichen Mischmasch und natürlich am Datum: Der4. Juli ist für US-Amerikaner IndependenceDay, und der „Carl Schurz Deutsch-AmerikanischeClub“ feierte auch in diesem Jahrwieder stilgerecht mit Stars und Stripes in und um ein Lokal am Findorffmarkt. Fast 80 Gäste hatten sich für die Festivität angekündigt, und Mr. President war auch dabei.

So darf sich nämlich Neil van Siclen nennen, der in Boston, Massachusetts auf die Welt kam, seit 35 Jahren in Deutschland lebt und damit bestens qualifiziert ist für den Klubvorstand. In Amerika erinnert man sich jedes Jahr gerne wieder an den 4. Juli vor 241 Jahren, als sich die dreizehn britischen Kolonien mit ihrer „Declaration of Independence“vom britischen Empire lösten, erklärt der Bremer Übersetzer, Dolmetscher und Reiseveranstalter, während er den Grill mit Burgerpatties vom Angus-Rind bestückte. Traditionell begehe man den Unabhängigkeitstag am liebsten locker-leger mit der Familie und guten Freunden, und ein Barbecue gehöre unbedingt dazu, so van Siclen.

Die Bremer Familie besteht aus US-Amerikanern, die es aus privaten oder beruflichen Gründen in die Hansestadt verschlagen hat, und aus Bremern, die umgekehrt eine ebenso gute Beziehung in die USA pflegen. Für sie wurde vor fast hundert Jahren der gemeinnützige Deutsch-Amerikanische Club gegründet, der sich seither unter anderem mit Vorträgen, Kulturveranstaltungen und Studienreisen der Bindung und dem Austausch beider Nationen widmet. Er erinnert namentlich an Carl Schurz (1829-1906), der in Deutschland ein radikaldemokratischer Revolutionär war, bevor er im Altervon 23 Jahren in die Vereinigten Staaten von Amerika auswanderte, zu den Gründervätern der Republikanischen Partei wurde, und es in der Neuen Welt bis zum Innenminister und einflussreichen Staatsmann brachte. Die aktuelle Tagespolitik sollte bei den Tischgesprächen allerdings keine Rolle spielen, betonte Präsident van Siclen -„da hat bei uns jeder seine eigene Meinung“.

Beim Mitbringbuffet wurden unterschiedliche Geschmäcker jedenfalls bestens bedient: Zu den Burgern wurden Kartoffelsalat und Matjes-Schnittchen gereicht.

Jim Westbrook (links) und Neil van Siclen feiern mit einem Barbecue den amerikanischen Unabhängigkeitstag.

Wer sich für die Aktivitäten des Deutsch-Amerikanischen Clubs interessiert, findet nähere Informationen im Internet unter der Adresse: www.carl-schurz-dac.de.

Weser Kurier, Stadtteil-Kurier, 2017-07-06, Seite 2